Aktivitäten

 

Lehrer und Schüler bereiteten der Schulleiterin
Helga Vorrink ein wunderschönes Abschiedsfest

     
 
 

 

Am Mittwoch den 18.07.2012 wurde die Schulleiterin der Carl-van-der-Linde-Schule, Frau Helga Vorrink, in einem festlichen Rahmen und in Anwesenheit vieler Gäste in den Ruhestand verabschiedet.
Frau Vorrink war seit 1975 Lehrerin an unserer Schule, sie wurde im Jahr 2003 Konrektorin und übernahm im Februar 2008 die Schulleitung.

Felix Bouws (4b) stimmte die Gäste auf dem Keybord ein. Dann wurden alle Gäste  von der Personalrätin Anja Blekker und der Nachfolgerin Daniela Esch begrüßt und freundlich und professionell durch das Programm geführt.
Als erstes sprach Schulamtsdirektor Udo Tiemann. Er zeichnete den beruflichen Lebenslauf von Frau Vorrink auf und würdigte ihre engagierte, gewissenhafte und vorbildliche Arbeit. Sie habe an der Schule in Veldhausen viel bewegt und mit großem Durchsetzungsvermögen für Veränderungen und Innovationen gesorgt. Die Namensgebung der Schule sei auf ihre Initiative hin erfolgt. Der Name blieb nicht nur Plakat, sondern fand auch im Schulprogramm seinen Niederschlag. Damit der Name auch für zukünftige Schülergenerationen seine Bedeutung behält, hatte sie maßgeblich daran mitgewirkt, Leben und Werk Carl van der Lindes im Buch Löö en Tieden“ aufzuarbeiten. Herr Tiemann überreichte Frau Vorrink eine Urkunde und wünschte ihr einen Ruhestand in Gesundheit und mit Gottes Segen.
Im Anschluss lockerte die Tanz AG, Schüler des 1. und 2. Schuljahres,
das Publikum mit einem fetzigen Tanz auf.
Dann sprach Frau Hertrampf- Müller, Leiterin der Vechtetalschule.
Sie suchte im Jahr 2011 eine Bleibe für 2 Klassen ihrer Schule und habe sofort von Frau Vorrink die Zustimmung dafür bekommen, die Schüler in das Schulleben der Carl-van-der-Linde-Schule zu integrieren. Ihre Schüler seien nun ein Jahr an dieser Schule, die Zusammenarbeit sei außerordentlich herzlich und gut, Lehrer und Schüler würden vorbildlich in das vielfältige Schulleben einbezogen und fühlten sich rundum wohl. Dafür zollte sie Frau Vorrink ihren Dank. Frau Vorrink bedankte sich ihrerseits und wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit noch ohne schriftlichen Vertrag sei, dies sei aber auch nicht zwingend notwendig, wenn gegenseitiges Wohlwollen und Vertrauen spürbar sei und alle am gleichen Ziel arbeiten. Die Schüler seien ihr alle ans Herz gewachsen.
Es folgten zwei Sketche aus der Platt- AG von Fenna Monske. Die Förderung der Plattdeutschen Sprache lag Frau Vorrink besonders am Herzen. Die jungen Akteure hatten bei Frau Vorrink, aber auch beim übrigen Publikum die Lacher auf ihrer Seite.
Als Vertreter der Kirchengemeinden sprach Pastor Baarlink, der jahrelang der Vorsitzende des Fördervereins war. Er lobte das Engagement  von Frau Vorrink, dankte ihr und wünschte für die Zukunft Gottes Segen. Seine Grußworte  unterstellte er dem Bibelspruch: Alles hat seine Zeit…

Gleich anschließend erfolgte das Grußwort vom Vorsitzenden des Fördervereins Herrn Assink. Er hob auch die Tätigkeit von Herrn Vorrink hervor, der für den Förderverein Sponsorengelder akquiriert habe, wovon der Förderverein viele schöne Projekte habe finanzieren können: Den PC- Raum, die Gitarren für die Gitarren AG, , das Trommelkonzert, das Zirkusprojekt, Regale für die Klassenzimmer. All dies sei den Schülern der Schule zugute gekommen.

Der nächste Beitrag war eine Überraschung: Ehemalige Kollegen hatten sich zusammengefunden um eine Persiflage auf das Märchen „Aschenputtel“ vorzuspielen. Das war sehr lustig! Alle Gäste mussten lachen, weil hinter einem großen Tuch im Wechsel immer wieder ein Kopf hervorlugte und lakonisch und mit passender Mimik seinen Redebeitrag wiederholte! „0kay..“

Auch den Eltern war es ein Anliegen, die Feier mitzugestalten. Die Elternvertreter Hannelore Schmidt und Yvonne Brouwer trugen das Gedicht „Das der Mensch was lernen muss“ von Wilhelm Busch vor und ergänzten es bzw. erweiterten es mit Dank und guten Wünschen sowie einem Gutschein für einen Varieteabend und einem großen Blumenstrauß!

Dann trug die Gitarren-AG ein eigens für Frau Vorrink komponiertes Abschiedslied vor. Schöööön!

Die Kollegen wollten, dass an ihrem Abschiednehmen die Schüler beteiligt sind. Da Frau Vorrink nun lange genug zugehört hatte, wurde sie aktiv in das Geschehen eingebunden. Sie musste Begriffe erraten, die von den Schülern erklärt wurden. Die Erklärungen wurden kindgerecht von den Schülern vorgetragen und amüsierten die Gäste. Zum ersten Begriff „Ferien“ wurde eine schöne Kühltasche überreicht, zum Begriff „Hauswirtschaft“ ein „Kochbuch für den Feierabend“, zur „Mensa“ ein Gutschein für ein Essen im „Pier“, zu „Carl-van-der-Linde“ ein Lindenbaum mit allen Schülernamen, zum „Leseland“ ein Buchgutschein und zum Begriff „AGs“ passte ein Saunagutschein. Gottlob hat Frau Vorrink alle Begriffe erraten! Sie freute sich wie ein Schneekönig über die liebevoll ausgewählten Geschenke.
In ihrem Redebeitrag zeigten Frau Blekker und Frau Esch noch mal auf, welchen wesentlichen Merkmale von Frau Vorrink in Erinnerung bleiben werden:
Umfassendes Engagement, Vielfalt im Nachmittagsprogramm, umfangreiche und stets aktuelle Homepage, Ausstattung PC- Raum, viele schöne Projekte wie Afrika- Projekt und Trommelzauber, Zirkusprojekt, Ausarbeitung des Schulprogramms. Bis zuletzt habe sie versucht, die Kollegen im Lehrerzimmer zur Ordnung zu führen und jedem eine persönliche Ablage besorgt. Der Erfolg sei aber noch mäßig!
Fehlen wird dem Kollegium auch ihre Fürsorge und das Interesse an persönlichen Belangen. Auch an ihr Lachen werde man bestimmt oft zurückdenken, man habe mit ihr viel Spaß gehabt!
Aufgefallen sei jedoch auch, dass sie neugierig  versuchte, in den Freundebüchern der Schüler etwas über die Kollegen zu erfahren. Daher wurde ihr ein eigenes Freundebuch überreicht, damit sie vielleicht etwas über die Mitarbeiter erfahre, was sie schon immer wissen wollte.
Zum Schluss wünschten Frau Blekker und Frau Esch Frau Vorrink einen schönen Ruhestand.

Dann versammelten sich noch einmal alle Kollegen und Mitarbeiter auf der Bühne um unter Gitarrenbegleitung das Lied „Rentenzeit“ vorzusingen!  

Frau Vorrink bedankte sich bei allen Vortragenden für die Wertschätzung und Anerkennung ihrer Arbeit und die vielen schönen Beiträge, die den Tag des Abschiedes zu einem Fest machten! Sie werde ihn nie vergessen!

Dann zeigte sie noch einmal die strukturellen Veränderungen an der Schule in den vergangenen 37 Jahren auf. Vom Frontalunterricht zu offenen Unterrichtsformen, der Individualisierung des Unterrichtes. Der Wandel sei nach Pisa gekommen! Schüler lernen heute selbständiger, Schulen verwalten sich selbst, man habe ein Leitbild, ein eigenes Profil, ein Schulprogramm!  Man habe die Ganztagsschule eingeführt und die Hauptschule wegen des demografischen Wandels verloren, es gab bauliche und räumliche Veränderungen und einen Generationswechsel im Kollegium. Ihre Amtszeit sei kurz, aber turbulent gewesen, vom ganz normalen „Alltag“ eines Schulleiters ganz abgesehen. Aber je mehr zu tun gewesen sei, desto mehr fühlte sie sich in ihrem Element, sie habe Freude am Gestalten und der Arbeit mit Kindern, Kollegen und Eltern gehabt. Der Anspruch an Bildung könne gar nicht hoch genug sein, schließlich sei die Schule die Quelle der Zukunft!
Sie gehe mit dem Gefühl, das Feld sei gut bestellt. Alles was in dieser Zeit getan werden musste, sei erledigt oder befinde sich im Stadium einer positiven Entwicklung. Dies habe sie zwar alles vordenken, planen und organisieren können, es wäre aber nie erreicht worden, wenn nicht Lehrer und Mitarbeiter bereit gewesen wären, die Veränderungen mitzutragen. Sie bedankte sich dafür, dass alle diesen Weg mit ihr gegangen seien.
Auch den Eltern dankte sie für die vielen Jahre der konstruktiven und guten Zusammenarbeit. Deren Lob, deren Anregungen und Kritik habe sie und das Kollegium beflügelt.

Ihrer Nachfolgerin Daniela Esch wünschte sie die gleiche Unterstützung wie sie ihr zuteil wurde. Sie wünschte ihr, dass in Zukunft der Schulträger die Schule in Planungen mit einbezieht und bereit sei auf Augenhöhe mit ihr zusammenzuarbeiten. Es gehe um gute und vor allem dauerhafte  Lösungen zum Wohl der Schule und ihrer Kinder! Sie mache den Weg frei!

Allen Kolleginnen und Mitarbeitern wünschte sie viel Freude an der Arbeit mit und für Kinder! „Es gibt nichts Schöneres!“

Beim  Abschlusslied wurden alle sehr emotional: Die Kinder sangen das Lied: „Möge die Straße….“ und nicht nur Frau Vorrink standen Tränen in den Augen!

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rentenzeit

Rentenzeit na na na na na na, das ist die beste Zeit, na na na na na na.
Rentenzeit, na na na na na na . keine Arbeit weit und breit, na na na na na na

Viel erleben ohne Hektik, nur tun was dir gefällt,
sich erholen und sanieren, ist das Schönste auf der Welt.
Mit dem Partner essen gehen oder auch mal ins Konzert.
Deine Freunde ganz oft sehen, denn sie sind es, wert.

Saunazeit, na na na na na na, das ist die beste Zelt, na na na na na na.
Partnerzeit, na na na na na na, keine Arbeit weit und breit, na na na na na

Fitnesszeit: du hast ja so viel Power.
Enkelzeit, sie fordern dich heraus.
Reisezeit, lern neue Länder kennen.
Freie Zeit, ruh'dich auch manchmal aus.

Rentenzeit, na na na na na na, das ist die beste Zeit, na na na na na na.
Rentenzeit, na na na na na na , keine Arbeit weit und breit, na na na na na na

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Möge die Straße
Irischer Segenswunsch

Möge die Straße uns zusammen führen
und der Wind in deinem Rücken sein.
Sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Und bis wir uns wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand:

Führe die Straße die du gehst
immer nur zu deinem Ziel bergab
Hab, wenn es kühl wird warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.

Und bis wir uns wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand:

Und bis wir uns mal wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand
Und bis wir uns wieder sehen
drücke seine Faust dich nicht zu fest.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Abschied von allen Schülerinnen und Schülern am Donnerstag

Am Bewegensten war der Abschied den die Schülerinnen und Schüler Frau Vorrink bereiteten. Sie hatten die Fenster aller Räume der Schule mit großen Herzen geschmückt. Nach der Abschiedsfeier der 4. Klassen sangen alle Schüler und Lehrer noch einmal für Sie das Lied

Möge die Straße
Irischer Segenswunsch

Möge die Straße uns zusammen führen
und der Wind in deinem Rücken sein.
Sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Und bis wir uns wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand:

Führe die Straße die du gehst
immer nur zu deinem Ziel bergab
Hab, wenn es kühl wird warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.

Und bis wir uns wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand:

Und bis wir uns mal wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand
Und bis wir uns wieder sehen
drücke seine Faust dich nicht zu fest.

 

und überreichten ihr eine Rose.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben: Lehrern und Mitarbeitern, Kindern, Eltern und allen anderen Vortragenden, ganz besonders bei den Organisatoren Anja Blekker und Daniela Esch.
Es war eine wunderschöne, liebevoll vorbereitete Abschiedsfeier mit vielen, gut aufeinander abgestimmten Beiträgen, die allen noch lange in Erinnerung bleiben wird, vor allem mir!

Danke für alles !

Helga Vorrink

 
GN Grafschafter Nachrichten 19.07.2012
Veldhauser verabschieden Helga Vorrink
Schulleiterin im Ruhestand
In der Carl-van-der-Linde-Schule in Veldhausen ist gestern Mittag Rektorin Helga Vorrink verabschiedet worden. Die 60-Jährige hört auf eigenen Wunsch auf – und durfte sich mit zahlreichen Gästen über einen festlichen letzten Tag in jener Schule freuen, in der sie mehr als 37 Jahre lang unterrichtet hatte.
ab Veldhausen.
Am Ende verdrückte Helga Vorrink eine Träne der Rührung und der Freude, als ihr die Kinder der Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen ein Abschiedsständchen brachten. Das Lied markierte für die 60-Jährige das Ende ihrer Schullaufbahn, die vor mehr als 37 Jahren an selber Stelle begonnen hatte. „Ich freue mich über die Wertschätzung meiner Arbeit“, sagte die scheidende Rektorin mit Blick auf die lobenden Worte, die sie gestern Mittag hören durfte.
Unter den vielen Gästen war auch Regierungsschuldirektor Udo Tiemann. Er wies darauf hin, dass Helga Vorrink auf eigenen Wunsch aufhöre und in die Freistellungsphase der Altersteilzeit eintrete. Aus seiner Sicht habe sie sich immer vorbildlich engagiert und sich bemüht, mit neuen Ideen für Veränderungen und Innovationen zu sorgen. Die Schulleiterin habe dabei starken Willen und großes Durchsetzungsvermögen gezeigt. Mit ihr sei auch der Name der Schule eng verbunden. Seit 2004 erinnert sie an den Neuenhauser Heimatdichter Carl van der Linde.
Die in Volzel geborene Helga Vorrink studierte von 1971 bis 1974 an der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe in Münster, ihre Fächer waren Hauswirtschaft, Mathematik und Biologie. 1975 trat sie in Veldhausen in den Schuldienst ein und bestand 1976 das zweite Staatsexamen. Seit Dezember 2002 war sie Konrektorin, seit Februar 2008 Leiterin der Schule.
Udo Tiemann erwähnte gestern nur am Rande, dass es auch schwierige Zeiten gegeben habe und erinnerte an die Aufgabe des Hauptschulzweigs in Veldhausen 2010. In jener Zeit hatte es unterschiedliche Meinungen zwischen der Schulleitung und der Samtgemeinde als Schulträger gegeben. Helga Vorrink wünschte gestern ihrer Nachfolgerin Daniela Esch, dass sie einen besseren Draht zur Samtgemeinde aufbauen kann. Sie selbst habe im Rathaus keine Unterstützung gefunden und sei als Rektorin nicht in Pläne für die Carl-van-der-Linde-Schule einbezogen worden. Aus diesem Grund hatte Helga Vorrink auch darauf verzichtet, Vertreter des Schulträgers zu ihrer Verabschiedung einzuladen.
 
 
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