Die Geschichte unserer Schule

 

Über die Schulverhältnisse in Veldhausen in früherer Zeit schreibt Pastor em. Lic. Theodor Stiasny in einem unveröffentlichten Manuskript "Aus  Veldhausens kirchlicher Vergangenheit und Gegenwart" (Seite 29): Im Dorfe Veldhausen bestand wohl schon sehr früh eine Schule. Die Schulen in dieser und der früheren Zeit waren Küsterschulen. Sie gehörten der Kirche, wie auch die Kirche alle Auslagen für Schule und Küster trug. Wiederholt lesen wir, dass Reparaturen an der Schule notwendig waren. Die alte und erste Schule war in der Küsterei selbst. Dann lag sie, wie im Buch der Kircheneinkünfte steht, (aus Camps Garten bei dem Kirchhof hinter der Kirche) irgendwo am Kirchhof (Kirchplatz)".

1595 Um 1595 ist ein gewisser Smidt Lehrer und Küster in Veldhausen. Die Pflichten des Küsters sind u.a. auch das Glockenläuten. Auch macht er außer dem Jugendunterricht und dem Vorsingen in der Kirche (eine Orgel gab es noch nicht) sich durch allerlei andere Arbeiten nützlich und unentbehrlich. Nebenbei ist ihm die Sorge für den Kirchhof und dessen Zäune übertragen, auch das Uhrwerk steht unter seiner besonderen Aufsicht. Dass er als schriftkundiger Mann viel Ansehen im Kirchspiel genießt, ist daraus zu ersehen, dass er so manschen Schuldschein und manchen Vertrag schrieb und unterschrieb. Wie der Pastor, so klagt auch er, "daß er bei diesen teuren Zeiten nicht zu seinem Gehalt kommen könne." Schließlich klagen die Ratsleute der Kirche es dem Grafen Arnold Jost, dass etliche Bauern dem Pastor und Küster "ihr Gebühr nicht geben und frie sein wollen." Darauf kam dann ein dementsprechender Befehl..
Wie Pastor Stiasny an anderer Stelle (Seite 70) schreibt, waren neben dem Pastor und dem Richter der Küster und Lehrer eine angesehene Person. Leider kann er die Reihenfolge der Namen nicht mehr angeben . Eine der ältesten Namen, die die Urkunden melden ist Johann Schedelich, "Küster to Veldhusen".Er hat im Jahre 1436 (vor der Reformation) einen Kaufbrief als Zeuge mit unterschrieben. Es geht aber nicht daraus hervor, ob er auch schon als Lehrer tätig war.

1663 Zwischen der Kirchspielschule in Veldhausen und der Bauerschaft Osterwald gibt es wegen des Schulbesuchs einen harten Streit. Es soll keine Nebenschule geduldet werden, die nicht vom Oberkirchenrat zugelassen ist. Schließlich räumt dieser der Bauerschaft Osterwald einen "absonderlichen Schulmeister" für die kleineren Schüler ein, die den weiten Weg zur Kirchspielschule noch nicht machen können, mit der Bedingung, dass der Kirchspielschule kein größerer Schaden erwachse. Dies ist festgelegt im Protokoll des Oberkirchenrates vom 20. Oktober 1663 .

1750 Nach Angaben in der Schulchronik soll die Kirchspielschule in Veldhausen jedoch erst um 1750 eingerichtet worden sein. Dies wird jedoch als unwahrscheinlich  angesehen.

1753 In Osterwald wird eine neue Schule gebaut, die von allen Kindern der Bauerschaft im Winter besucht wird.

1763 In der Bauerschaft Neue-Piccardie (seit 1866: Georgsdorf) entsteht eine Bauerschafts- oder Nebenschule.

1785 Da die Schule schon seit langer Zeit sehr baufällig ist, ist ein Neubau unumgänglich notwendig. Da auch die Regierung darauf dringt, beschließt der Kirchenrat, eine neue Schule zu bauen, die zugleich auch als Rathaus dienen soll. Der Bau kostet 1.400 Gulden

1821 Nach Angaben in der Armenkasse werden für die armen Kinder in den Schulen der Kirchengemeinde an Schulgeld und für Bücher  im Jahre 1821 an die jeweiligen Lehrer ausgezahlt:
J. L. van der Velde, Veldhausen, 6 Gulden
für Bücher, 6 Gulden
Lambert Krol, Osterwald, 1 Gulden
H. Hölter, Esche, 1 Gulden
J.H. Schnieders, Neue Piccardie, 1 Gulden
Umrechnung: 1 Gulden  = 20 Stüber; 1 Stüber = 8 Deut
Quelle: Armenkasse der Kirchengemeinde Veldhausen, von Gerhard Plasger, Nordhorn, bereitgestellt.

1828 Der Oberkirchenrat achtet sehr sorgfältig darauf, dass die Schulen in gutem Zustand erhalten werden. Der Unterricht wird gleichfalls vom Oberkirchenrat beaufsichtigt. Den Lehrern werden nützliche Weisungen und Anleitungen aller Artgegeben (nach: Stiasny). Der Lehrer von Veldhausen wird vom Kirchenrat in Gemeinschaft mit dem Oberkirchenrat gewählt. Für die Nebenschulen der Bauerschaften wählt der Kirchenrat die Lehrer allein. Nur der Lehrer  und Küster von Veldhausen hat ein festes Einkommen.
Während zunächst alle Kinder aus dem Kirchspiel die Kirchspielschule in Veldhausen besuchten, entstanden im Laufe der Zeit in den entfernt legenden Bauerschaften Nebenschulen, wie schon erwähnt 1753 in Osterwald und 1763 in Georgsdorf. Bis 1828 sind weitere Nebenschulen in Esche, Alte Piccardie und Adorf entstanden.
Um das Jahr 1828 sind in Veldhausen 130 Schulkinder, in Esche 40 (Lehrer Dobben), in Osterwald 50 (Lehrer Baur), in Grasdorf 30 (Lehrer Volkers), in Alte Piccardie 34 (Lehrer Everts), in Neue Piccardie (heute: Georgsdorf) 30 (Lehrer   W. Lübbers) und in Adorf 30 (Lehrer Veldmann) tätig. Nach Angaben von Stiasny gab es in Hohenkörben  damals noch keine Schule.

1865 An der Lingener Straße wird eine neue Schule gebaut. Die bisherige Schule dient der Gemeinde dann voll als Rathaus. Hier fehlen noch etliche Informationen!

1888 Die Lehrer Maise und Mennebröker unterrichten 54 Jungen und 43 Mädchen

1906 Die Lehrer Maise und Ritterbusch unterrichten 86 Jungen und 99 Mädchen

1909

1922 Schulsportfest Siegerehrung vor der Schule 1922

1922 Veldhausen ist eine dreiklassige Schule mit drei Lehrkräften. Der Unterricht findet in dem 1865 gebauten Schulgebäude an der Lingener Strasse statt.

1930 Schule Veldhausen

1949 An der Evangelischen Volksschule Veldhausen sind 4 Lehrer tätig, die 234 Schüler unterrichten. Wegen des starken Bevölkerungszuwachses kommt 1949 dann eine fünfte und 1951 eine sechste Lehrkraft hinzu.

1952 Die Gemeinde errichtet ein neues dreiklassiges Schulgebäude. Es wird der Wunsch geäußert, dass die Baumaßnahmen einmal fortgeführt werden sollen. Man ist noch gezwungen, die alte Volksschule an der Lingener Straße, die 1865 erbaut wurde, weiter zu benutzen. Im Keller ist ein Unterrichtsraum für Mädchen der Landwirtschaftlichen Berufsschule untergebracht.

 

1958 Lehrerfoto
Herbert Voigt, Karl Naber, Herbert Roseboom, Herr Farin, Heinrich Brouwer
Frau Kolzenburg, Frau Birotte, Frau Scholz, Frau Naber

1960 An das 1952 errichtete Schulgebäude wird ein zweigeschossiger Trakt mit 8 Klassenräumen angebaut. Lehrer- und Lehrmittelzimmer ergänzen das Ganze. Durch zwei Treppenhäuser sind die Klassen- und Nebenräume im Obergeschoss erreichbar (Schusterbauweise). Durch den Anbau wird die Möglichkeit geschaffen, eine ländliche Zentralschule einzurichten (GN, 19.3. und 28.5.1959).
Wegen akuter Einsturzgefahr wird das 1952 errichtete Schulgebäude mehrere Monate baupolizeilich gesperrt. Der Unterricht kann nur in Behelfsräumen durchgeführt werden und leidet unter der Enge (GN, 30.9.1959).
Nach Einweihung des Schulanbaus wird die 1865 erbaute Schule nicht mehr für schulische Zwecke genutzt und beherbergt dann eine Textilfabrik. 1961 bietet sich die Möglichkeit, in der Nähe eine Turnhalle einzurichten.
Rektor Rooseboom berichtet während einer Gemeindesitzung, dass nach den Planungen des 9. Schuljahres vorgesehen sei, alle Kinder aus dem Kirchspiel (Veldhausen, Osterwald, Grasdorf, Hohenkörben (V), Alte Piccardie und zusätzlich noch Berge und Georgsdorf) zusammenzuführen und in Veldhausen unterzubringen. Je nach Schülerzahl werde geprüft, ob nicht auch Klassen in Osterwald oder in einer anderen der genannten Schulen untergebracht werden müssen (GN, 1/1960).

 

1963 Rektor H. Rooseboom und Konrektor Karl Naber (siehe auch: L-C-Naber) werden in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger von Herrn Rooseboom wird Alfred Stech, der am 22. April 1963 in sein Amt als Rektor eingeführt wird. Nach seiner 1. Lehrerprüfung bekam er nach Tätigkeiten in anderen Berufsfeldern, auch als Hauslehrer, seine 1. Stelle 1931 in Ostpreußen, kam 1937 nach Getelomoor, 1952 nach Uelsen und wurde dort 1958 Konrektor. Seit 1956 ist er Kreisjugendpfleger.
Konrektor der Schule wird Heinrich Brouwer. Nach Kriegsdienst und Studium in Göttingen legte er 1949 die erste Lehrerprüfung ab. Seitdem ist er in Veldhausen tätig.
Außerdem kommen zum Schuljahrsbeginn sechs neue Lehrkräfte an die Schule, davon drei direkt von der Hochschule (GN + GT, 23.4.1963). An der Schule Veldhausen sind im Schuljahr 1963/64  16 Lehrkräfte tätig. Sie unterrichten insgesamt 490 Schüler. Vor 40 Jahren, im Jahre 1923, waren es 3 (Bild in den GN, 25.4.1963).

1967 Das Veldhauser Schulzentrum erhält einen technischen Trakt mit hauswirtschaftlichen Räumen im Erdgeschoss und naturwissenschaftlichen Räumen im Obergeschoss (GT,16.6.1967).



1970 Rektor Stech wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird ab 1. August der bisherige Konrektor der Schule, Heinrich Brouwer. Er ist seit Mai 1949 an der Schule Veldhausen tätig. Konrektor der Schule wird ab 1971 der Lehrer Ulrich Weiß.

1972 Die Schule wird von 626 Schülern besucht, die von 22 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden.

1978 Im Mai 1978 wird Wolfgang Schlüter zum Konrektor der Schule ernannt. Nach Ablegung der Reifeprüfung 1967 studierte er bis Oktober 1970 in Osnabrück und wurde im Dezember 1970 an der Volksschule Veldhausen in den Schuldienst eingestellt

1985 Rektor Heinrich Brouwer wird am 1. Februar mit 62 Jahren in den Ruhestand versetzt. Bei der Abschiedsfeier wird betont, dass es dem Engagement von Herrn Brouwer zu verdanken ist, dass die Schule noch als Grund- und Hauptschule bestehe. Er sei immer der Garant für eine gute Ausbildung und optimale Förderung "seiner" Kinder gewesen (GN, 1.2.1985). Im Alter von 80 Jahren stirbt Heinrich Brouwer im November 2002 (GN, 8.11.2002).

1986 Nach einjähriger Vakanz wird Klaus Garde Rektor der Grund- und Hauptschule Veldhausen, nachdem er schon seit Sommer 1985 die Stelle kommissarisch verwaltete. Er ist seit 1971 im Schuldienst tätig, war  an der KGS Neuenhaus Fachbereichsleiter für Ev. Religion und ab 1979 Schulzweigleiter der Orientierungsstufe.

1992 Nachdem im Kindergarten Veldhausen seit 1989 eine Integrationsgruppe mit 11 behinderten und nichtbehinderten Kindern besteht und ein behindertes Kind zur Einschulung ansteht, setzt sich das Kollegium der Schule über einen längeren Zeitraum mit dem Problem der Integration schwerstbehinderter Kinder im 1. Schuljahr einer Grundschulklasse auseinander.. Nach Abwägung aller Argumente, die für und gegen eine Integration sprechen, kommt das Kollegium zu der Entscheidung, keine Integrationsklasse in Veldhausen einzurichten (GN, Leserbriefe vom 4. und 6. 3.1992).

2002 Aus gesundheitlichen Gründen wird Rektor Klaus Garde vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger wird W. Schlüter, der schon seit 1970 an der Schule, seit 24 Jahren als Konrektor, tätig ist. Herr Schlüter nutzt die Gelegenheit der Amtseinführung, den Wunsch der Schule nach einem Mehrzweckraum vor allem den Vertretern des Schulträgers vorzutragen (GN, 12.8.2002).

2003 Helga Vorrink wird zur Konrektorin der Schule ernannt. Schüler der Grund- und Hauptschule Veldhausen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Pausenhofes der Schule. Um die Fläche sinnvoll zu gestalten, haben Eltern, Schüler und Lehrer eine Planungsgruppe gebildet. Die entstehenden Kosten sollen zum großen Teil über Erlöse aus Schulfesten gedeckt werden. Außerdem kommen Gelder vom Förderverein und aus Elternspenden (GN, 21.3.2003). Die Landjugend Veldhausen erneuert die Grund- und Hauptschule Veldhausen im Rahmen einer "72-Stunden-Aktion" der Niedersächsischen Landjugend in bestimmten Bereichen. Sie baut zwei abschließbare Tipi-Hütten mit Sitzgelegenheiten für die Schüler, errichtet eine abschließbare Gerätehütte, läßt an der Rückseite der Turnhalle eine Kletterwand entstehen und gestaltet den Innenhof auf dem Schulgelände neu. Termingerecht wird der Schulhof feierlich an den Schulleiter übergeben (GN, 18.8.2003).

2004 Die Schule Veldhausen erhält im Rahmen einer Feierstunde den Namen "Carl-van-der-Linde-Schule".

Im überdachten Pausenhof wird eine Ausstellung über das Leben und Wirken des Heimatdichters gezeigt, die von 500 Grafschaftern besucht wird.

Die Idee, der Schule einen Namen zu geben, geht auf die Konrektorin Helga Vorrink zurück. Hierzu wurden eine Arbeitsgruppe eingerichtet und die Eltern befragt, die sich mit 77 % für den vorgeschlagenen Namen aussprechen (GN, 24.1., 30.1.und 5.2.2004). 
Zu Beginn des neuen Schuljahres erhält die Schule einen neuen Computerraum. Der Förderverein der Schule ermöglicht die Anschaffung von 12 leistungsfähigen Computern (GN, 28.8.2004).

2005 Rund 30 Säcke voller Müll sammeln 50 Kinder aus dem 4. und 5. Schuljahr und eine Reihe von deren Eltern. Unterstützt wird die Aktion "Saubere Landschaft" von Einsatzkräften der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes aus Veldhausen (GN, 12.4.2005).
Aus Anlass der Namensgebung der Carl van der Linde-Schule schenkt der Leiter des Gymnasiums Neuenhaus der Schule eine CD, die Schüler und ehemalige Schüler des Gymnasiums mit Gedichten, Döönkes und Vertellsels des Veldhauser Heimatdichters besprochen haben. Die Zwischenspiele auf dem Akkordeon stammen vom Musikschulleiter Heinz Josef Bausen. Die Aufnahme beginnt mit einer Einführung zu Carl van der Linde, gesprochen von der Konrektorin Helga Vorrink. Die CD trägt den Titel " Carl van der Linde: Mien Aulershus" (GN, 26.11.2005).
Frau Fokkert aus Veldhausen findet bei Nachlaßsichtung eine Mappe mit Schriften von Carl van der Linde. (GN, 6.12.2005).

 

2006 Eine Befragung zeigt,  dass die Eltern Bedarf an der Einrichtung einer Ganztagsschule sehen, bei der die Schüler jeweils montags bis donnerstags an Nachmittagsangeboten teilnehmen können (10.6.2006)
Die Gesamtkonferenz kommt dem Wunsch der Eltern nach und beschließt am 23.11.2006 den Antrag auf Einrichtung eines Ganztagsangebotes für die Hauptschule zu stellen. Eine Arbeitsgruppe entwickelt ein pädagogisches Konzept und organisiert die Umsetzung zum Schuljahr 2007/2008.
In einem Gemeinschaftsprojekt von Schülern, Eltern und Lehrern wird der neue Verkehrsübungsparcours erstelllt. Die Fahrradstraße schlängelt und windet sich über den ganzen Schulhof des Grundschultraktes. Ziel der Aktion ist es, dass die Schüler künftig noch sicherer mit dem Fahrrad in Veldhausen unterwegs sind (GN, 8.7.2006).

2007 - Ab 10. September beginnen die Ganztagsangebote in der Hauptschule. Es werden ein Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote in das Programm aufgenommen, das jeweils vom Montag bis Donnerstag von 13.15 bis 15.30 Uhr läuft. Neben den seit 2004 verpflichtenden Praxistagen soll die Berufsfähigkeit der Hauptschüler in Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag gefördert werden. Zu den Angeboten gehören ein videogestütztes Bewerbungstraining, ein Selbstbehauptungstraining, eine Computer-AG und ein Erste-Hilfe-Kursus. Dazu kommen Angebote aus dem musisch-kreativen Bereich (Schulband, Bildhauerwerkstatt, Tanz), aus der Hauswirtschaft und dem Sportbereich. Die Hausaufgabenbetreuung beaufsichtigt ein Schulsozialarbeiter, den die Samtgemeinde neu eingestellt hat und eine Studentin der Fachhochschule Enschede (GN, 9.6.2007).
Das Schulfest der Schule steht in diesem Jahr unter dem Motto "Bewegte Schule". Erstmals wird die "Carl-van-der-Linde-Meile" ausgerichtet, ein Laufwettkampf rund um das Schulgelände, bei dem es Medaillen und Pokale zu gewinnen gibt. Alle Schüler bis Klasse 6 laufen, die Hauptschüler ab Klasse 7, Eltern und Lehrer treten in Sechser-Teams als Staffeln an (GN, 2.10.2007).
Die Carl-van-der-Linde-Schule und die Neuenhauser Kompressorenbau schließen einen Partnerschaftsvertrag ab. Weitere  Vertragspartner sind der Landkreis, die Samtgemeinde und die Wirtschaftsvereinigung. Ziel der vereinbarten Maßnahmen ist es, Hauptschüler aus Veldhausen auf das Berufsleben vorzubereiten. Die Neuenhauser Kompressorenbau erhofft sich ihrerseits mehr geeignete Bewerber für gewerbliche Ausbildungsberufe (GN, 9.11.2007).

 

2008 - Rektor Schlüter wird im Rahmen einer Feierstunde am 30.1.2008 in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin ist Helga Vorrink, die bisherige Konrektorin. Tim Battling unterstützt als Konrektor die Schulleiterin.

Forschungsergebnisse einer Schüler-Arbeitsgemeinschaft bilden die Grundlage für ein neues Buch über den Heimatdichter Carl van der Linde. Es soll Ende 2008 herauskommen. Die Schüler der AG durchforsten an einem Mikrofilm-Lesegerät in der Euregiobücherei Nordhorn  Zeitungen aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts nach Gedichten und  Geschichten von Carl van der Linde. Für das Buchprojekt hat Rektorin Helga Vorrink den Historiker Siegfried Kessemeier gewinnen können. Er war bei der Recherche über den aus Münster stammenden Heimatdichter Eli Marcus (1854 - 1934) auf Carl van der Linde gestoßen.
Der Schulausschuss befürwortet die Aufnahme der Ganztagsbetreuung im Grundschulzweig im nächsten Schuljahr. Die Einrichtung als Ganztagsschule soll bis zum 1. Dezember offiziell beantragt werden. Über die Renovierung und den Ausbau der Carl-van-der-Linde-Schule wird frühestens im September entschieden. Politik und Verwaltung wollen zunächst ein schulfachliches Gutachten zur Zukunft der beiden Hauptschulen in Veldhausen und Neuenhaus abwarten. Hiermit wurde der ehemalige Schulrat Heinz Ragnitz beauftragt (GN, 12.4.2008).

In einer kleinen Feierstunde dankt die Samtgemeinde Neuenhaus den ehrenamtlichen Schülerlotsen für ihre Arbeit. Die meisten  Helfer sind Senioren, die sich in ihrer Freizeit in den Dienst der Kreisverkehrswacht stellen. Pünktlich und bei jedem Wetter stehen sie bei der Carl von der Linde-Schule und behüten die Kinder vor Gefahren (GW, 18.6.2008):

Hilfsbereitschaft, Glück, Zwietracht und Habgier: Um diese urmenschlichen Charakterzüge geht es in dem Stück "Die kleinen Leute von Swabedo". Unter der Regie von Gudrun Hafner hat die Theater-AG der Viertklässler das Gleichnis für Mitschüler, Lehrer und Eltern aufgeführt (GN, 9.7.2008).

Fünfzehn Schüler der Veldhauser Schule haben die Streitschlichterausbildung mit finanzieller Unterstützung des Kreisjugendamtes und der Samtgemeinde Neuenhaus erfolgreich absolviert. Streitschlichter haben die Aufgabe, Streitigkeiten des Schulalltags zu schlichten. Den Schülern wird so die Möglichkeit gegeben, ihre Angelegenheiten in Eigenverantwortung zu klären. Die Lehrkräfte stehen in diesem Fall erst an zweiter Stelle (GN, 12.7.2008).

Nach den Grundschulen Lage und Neuenhaus ist nun auch der Computerraum der Schule Veldhausen mit neuen Geräten ausgestattet worden. Die servergestützte Anlage mit 20 Schüler- und einem Lehrerarbeitsplatz, Scanner und Drucker kostet 22.500 €. Die Hälfte übernahm der Schulträger, die andere Hälfte trug die Schule durch einen Sponsorenlauf und Sponsoring zusammen. Weil die 27 Sponsoren noch 5.000 € mehr spendeten, sollen die alten PC´s in den Klassenräumen aufgestellt und vernetzt werden. Die Schüler ab Klasse 3 gehen mindestens eine Stunde pro Woche in den Computerraum. Außerdem gibt es zwei Nachmittagsangebote im Rahmen der Ganztagsschule. Die Leiter der fünf Grundschulen in der Samtgemeinde wollen ein Medienkonzept erarbeiten. Alle Grundschüler sollen beim Übergang auf eine weiterführende Schule auf demselben Stand sein (GN, 27.9.2008). 

In dem vom Schulträger veranlassten Gutachten zur Schulentwicklung in der Samtgemeinde wird in einer Schulausschusssitzung festgestellt, dass wegen des starken Rückgangs der Geburten von 172 im Schuljahr 1996/97 auf 129 im Schuljahr 2006/07 und bei einer Übergangsquote von 18 % in den Hauptschulen Veldhausen und Neuenhaus in einigen Jahren mit 11 bis 12 Schülern pro Jahrgang an beiden Schulen zu rechnen sei. Der Gutachter empfiehlt aus schulfachlichen Gründen, die Hauptschüler in einer zweizügigen Hauptschule zusammenzulegen und wegen des vorhandenen Raumangebotes Neuenhaus als Standort zu wählen. Die Gruppe SPD/ Grüne im Rat schlägt alternativ vor, die Schuljahrgänge 5/6 als Außenstelle in Veldhausen zu führen. Nach Ansicht des Gutachters und des anwesenden Schulrates sprechen hiergegen schulfachliche Gründe. In einer vom Veldhauser Elternrat vorgelegten Unterschriftsliste sprechen sich 1.100 Einwohner gegen die Schließung des Hauptschulzweiges in Veldhausen aus.

 

 

Der Schulträger will eine Entscheidung bis zum Schuljahrsbeginn 2010/11 treffen (GN, 13.11.2008).

Nachdem sich die Grund- und Hauptschule Veldhausen im Jahre 2004 in "Carl-van-der-Linde-Schule" umbenannt hat, erscheint jetzt ein 300 Seiten starkes Buch  "Löö en Tieden" (Leute und Zeiten), in dem nach umfangreichen Forschungen durch eine Schul-AG  Leben und Werk  von Carl van der Linde ausführlich dargestellt wird. Autoren des Buches sind Helga Vorrink und Dr. Siegfried Kessemeier. Das  Buch wird von der Carl-van-der-Linde-Schule heraus gegeben und enthält etwa 60 bisher unveröffentlichte Originalmanuskripte und zahlreiche bisher noch nicht veröffentlichte Photografien  (GN, 14.11.2008).

 

2009 - Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Osterwald führt Bürgermeister Johann Diekjakobs zur Zusammenlegung der Hauptschulen Neuenhaus und Veldhausen aus: "Es kann nicht immer alles so bleiben wie es ist. Vielleicht muss man auch mal neue Wege gehen." In diesem Zusammenhang teilt Samtgemeindebürgermeister Arends mit, dass im Sommer eine Informationsveranstaltung stattfinden solle, auf der man darum werben wolle, "auf Dauer zu anderen Wegen zu kommen" (GN, 17.1.2009).

Die Zusammenlegung der beiden Hauptschulen Neuenhaus und Veldhausen ist vorerst vom Tisch. Die Neuenhauser Verwaltungsspitze und die Landeschulbehörde haben die Schulen dazu aufgefordert, bis zu der Sommerferien einen Vertrag über eine Zusammenarbeit zu schließen. Mit der Kooperation erhalten beide Schulen die Chance, noch einige Jahre ihre Selbstständigkeit zu wahren. Durch die Einzügigkeit beider Schulen ergeben sich jedoch Mängel. Als Beispiele nennt Schulrat Tiemann die Wahlpflichtdifferenzierung in Mathematik und Englisch in den Klassen 9 und 10. Für die Einrichtung eines A- und eines B-Kurses reiche die Lehrerversorgung nicht aus. Das gleiche gilt für Wahlfächer wie Kunst und Musik. Die Behörden erwarten, dass sich die Schulen über Unterrichtsinhalte, Lernziele und Beurteilungen verständigen und eine ständige pädagogische und organisatorische Zusammenarbeit vereinbaren. Eine Folge der Kooperation wäre, dass ein Fahrdienst eingerichtet werden müsste, damit die Schüler ohne größeren Zeitverlust zwischen den Standorten pendeln können. Samtgemeindebürgermeister Arends könnte sich vorstellen, dass der Hauswirtschaftsunterricht auch für Veldhauser Hauptschüler in Neuenhaus erfolgt, weil es dort eine moderne Küche gibt. Schulrat Tiemann hielte es wegen der A- und B-Kurse in Mathematik und Englisch für sinnvoll, alle Hauptschüler bereits ab Klasse 9 in Neuenhaus zu unterrichten. Außerdem könnte hier auch mit der Realschule zusammengearbeitet werden (GN, 28.2.2009).

Frau Helga Vorrink wird offiziell in ihr Amt als Rektorin der G/H Veldhausen, Herr Tim Bartling als Konrektor eingeführt. Schulrat Udo Tiemann überreicht die entsprechenden Urkunden. Nach dem Abitur studierte Helga Vorrink Hauswirtschaft, Mathematik und Biologie für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Seit 1975 ist sie an der Schule in Veldhausen tätig. 2002 wird sie Konrektorin der Schule. Nach den Worten von Herrn Tiemann stehe sie für neue Ideen, Veränderungen und Innovation. Sie verfüge über einen starken Willen und ein großes Durchsetzungsvermögen. Sie habe an der Schule schon viel vorangebracht, so die Umwandlung zur offenen Ganztagsschule und die Umbenennung zur Carl-van-der-Linde-Schule. Der neue Konrektor hat Mathematik, Englisch und Sport studiert. Seit Februar 2007 ist er in Veldhausen tätig, schon ein Jahr später als kommissarischer Konrektor.


Die Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen erhält eine Pausenhalle mit Mensa, neue Toiletten in einem Klassenraum, und eine zusätzliche Küche. Außerdem wird der Brandschutz verbessert. In dieses umfangreiche Bauprojekt fließen nach ersten Kostenschätzungen etwa 290.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II. Die Samtgemeinde finanziert dazu noch etwa 260.000 Euro selbst also Gesamt 550.00,00 €(GN, 28.5. und 18.7.2009).



Zur Eröffnung der 12. Plattdeutschen Buchmesse in den Räumen der Hamburger Carl-Toepfer-Stiftung ist das Buch "Löö en Tieden" über das Leben und das Werk des 1930 verstorbenen Heimatdichters Carl-van-der-Linde als "Plattdeutsches Buch des Jahres" ausgezeichnet worden.
An dem Buch haben Schüler der Carl-van-der-Linde-Schule in Veldhausen mitgearbeitet. 
Herausgeber sind Helga Vorrink und Siegfried Kessemeier. In der plattdeutsch gehaltenen Laudatio von Dr. Reinhold Goltz vom Institut für niederdeutsche Sprache, Bremen, und der Carl-Toepfer-Stiftung, Hamburg, heißt es u.a.: "Löö en Tieden" - en Book dat mehr as een Geschicht vertellt. Rutgeven hebbt dat Siegfried Kessemeier und de Scholleiterin Helga Vorrink - de hebbt dorvör sorgt,dat dor en richtig godes Book vun worrn is. Wat lehrt wi dorvon? - Dat is eben  doch nich jümmers so, dat de Prophet in sien egen Land nix gellen deit. In der Grafschaft Bentheim is Carl van der Linde to´n Erfolgsgeschicht worrn. Un längst heet de School ok Carl von der Linde-School. Un steiht de Naam Carl van der Linde ok op dat plattdüütsche Book 2009 op. Uns Gratulatschion geiht  an Helga Vorrink und Siegfried Kessemeier"  (GN, 7.9 und 9.11.; GW, 18.11.2009).
Der Herausgeber der "Grafschafter Schulgeschichte" schließt sich der Gratulation an.
Lisa Lambers und Jaron Boll, ehemalige Schüler der Carl-van-Linde-Schule, trugen im Lichtwarksaal der Carl-Toepfer-Stiftung in Hamburg mehrere Gedichte und Erzählungen des Veldhauser Heimatdichters Carl van der Linde vor, der von 1884 bis 1911 als Schriftsetzer in der Hansestadt gearbeitet hat (GN, 13.11., und GW,18.11.2009).

 
 

2010- Nach langen Diskussionen wurden die Hauptschulen Veldhausen und Neuenhaus mit der Realschule Neuenhaus zusammengelegt. Nach dem Wegfall des Hauptschulzweiges in Veldhausen und dem damit verbundenen Versetzungen einiger Lehrkräfte, darunter auch der Konrektor Tim Battling, übernahm Frau Daniela Esch kommissarisch das Amt der Konrektorin.

Die Augustin-Wübbels-Gesellschaft aus Münster und der Historiker Dr. Siegfried Kessemeier, der gemeinsam mit Frau Vorrink das Konzept des Buches "Löö en Tieden" über Carl van der Linde erarbeitet hat, besuchen die Schule. Frau Vorrink berichtet über die Umstände der Namensgebung der Schule und die Entstehung des Buches. Schüler tragen einige Gedichte von Carl van der Linde vor. Außerdem haben die Besucher die Gelegenheit, in einer an der Schule vorbereiteten kleinen Ausstellung verschiedene Originalhandschriften van der Lindes und andere Exponate zu sehen (GN, 17.12.; GW, 15.12.2010; Der Grafschafter 1/2011).


2011 - Schulprojekt "Nederlandse Taal"
Ab dem neuen Schuljahr bietet die Carl-van-der-Linde-Schule in Veldhausen Kindern aus niederländischen  Familien, die in der Grafschaft wohnen, zusätzlichen Unterricht in niederländischer Sprache und Kultur an. Wir wollen mit diesem Angebot den Familien den Schritt erleichtern, ihre Kinder in deutsche Schulen zu schicken", erklärt Steffan Glüpker, ehrenamtlicher Vorsitzender  der "Stiftung für niederländische Sprache und Kultur in der Grenzregion". In der Samtgemeinde Neuenhaus sind nach Auskunft von Günter Oldekamp, Erster Samtgemeinderat, rund 70 niederländische Kinder im Grundschulalter mit Schwerpunkt in Veldhausen. Nähere Informationen finden Sie unter Schulprojekt "Nederlandse Taal". (GN, 17.9.2011)


2012 - Frau Daniela Esch übernimmt das Amt der Schulleiterin der Carl-van-der-Linde-Schule. Aufgrund zu geringer Schülerzahlen wird keine Konrektorenstelle genehmigt. Frau Silvia Brinkhaus übernimmt die ständige Vertretung der Schulleiterin.

2013 - Am 11.01.2013 wird Frau Daniela Esch offiziell in ihr Amt als Schulleiterin eingeführt. Regierungsschuldirektor Udo Tiemann gab Frau Esch in der festlich geschmückten Aula den Rat mit auf den Weg: „Versuchen Sie, dass bei allen Entscheidungen immer der Mensch und das Menschliche im Vordergrund stehen.“ Durch das von den Schulkindern mitgestaltete Programm der Feierstunde führte Personalrätin Anja Blekker.

Daniela Esch, 1980 in Thuine geboren, hat von 2001 bis 2005 an der Universität Hildesheim für das Lehramt an einer Grund-, Haupt- und Realschule mit Schwerpunkt Grundschule studiert. Nachdem erfolgreich abgelegten ersten und zweiten Staatsexamen ist sie am 1. August 2007 in den niedersächsischen Landesdienst an der Carl-van-der-Linde-Schule in Veldhausen eingestellt worden. Im Schuljahr 2011/2012 hatte sie die Vertretung der Schulleitung übernommen, nach dem erfolgreich verlaufenen Bewerbungsverfahren wurde ihr im vergangenen August der Dienstposten der Schulleiterin übertragen. (GN, 14.01.2013)

Bedingt durch die Versetzung von Frau Brinkhaus im August übernimmt Frau Elke Hövels die ständige Vertretung der Schulleitung.

2014 - Nach Genehmigung des Schulträgers erhält die Carl-van-der-Linde-Schule sowohl einen neuen Server für ihren Computerraum als auch neue Fenster für einen Klassenraum.

Bei ausreichender Nachfrage haben die Eltern ab September die Möglichkeit ihre Kinder für eine Hortbetreuung von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr gegen ein Entgelt anzumelden. Die Samtgemeinde unterstüzt und organisiert diese Betreuung.

Ebenfalls erhalten alle Schulen der Samtgemeinde und somit auch die Carl-van-der-Linde-Schule eine Sozialarbeiterin, die bei Bedarf hinzugezogen werden kann.

 

 

 

Quellen:

  • Daniela Esch, Schulleiterin der Carl-van-der-Linde-Schule
  • Helga Vorrink, ehem. Schulleiterin der Carl-van-der-Linde-Schule
  • Heinz Ragnitz
    A.-v.-Droste- Hülshoff-Str.10, 48527 Nordhorn, Tel. 05921-12736,  E-Mail: Ragnitz-Nordhorn@t-online.de
  • Pastor em. Lic. Theodor Stiasny, "Aus Veldhausens kirchlicher Vergangenheit und Gegenwart", unveröffentlichtes Manuskript, wahrscheinlich 1948 abgeschlossen,  von Familie Diekjakobs, Alte Piccardie, zur Verfügung gestellt.
  • Auszüge aus der Schulchronik, 1962
  • Staatsarchiv Osnabrück

Artikel aus der örtlichen Presse, im Text angegeben

 

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