Unsere Schule

 

         
Löö en Tieden - Plattdeutsches Buch des Jahres 2009!!!
 
 

 

Welch eine Ehre für unser Buch, für Carl –van- der- Linde, für unsere Schule! In einem feierlichen Rahmen unter Anwesenheit von viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Medien hat unsere Schule am Freitag im Lichtwarksaal in Hamburg die  Auszeichnung „Plattdeutsches Buch des Jahres 2009“ für Löö en Tieden bekommen.
Ein Ziel des Buches war, Leben und Werk Carl –van –der –Lindes für jetzige und künftige Schülergenerationen sowie für die Grafschaft zu dokumentieren. Darüber hinaus wollten wir Carl –van –der –Linde aber auch über die Grafschaft hinaus bekannt machen. Durch diese Ehrung haben wir dieses Ziel erreicht!
Viel Grund zur Freude und Dankbarkeit also!!
Unser Dank geht an die Carl-Töpfer- Stiftung für diese große Anerkennung und Würdigung. Danke sagen wir auch den Juroren vom Institut für Niederdeutsche Sprache, dass sie unser Buch ausgewählt haben, ganz besonders danken wir Herrn Dr. Reinhold Goltz für die wunderbare Laudatio (siehe Anhang).
Danken möchte ich aber an dieser Stelle auch noch einmal allen, die an dem Buch mitgearbeitet haben:
Allen voran unseren Hauptschülern, die wichtige Zuarbeiten geleistet haben, indem sie die verschollenen Texte von Carl –van –der- Linde in den Archiven wieder ausfindig machten, damit sie zur Auswahl für das Buch zur Verfügung stehen. Sie haben damit dokumentiert, dass auch Hauptschüler zu großen Leistungen fähig sind!! Dank an Dr. Kessemeier, der als Historiker und Kenner der niederdeutschen Sprache sowie des Judentums mit viel Sachverstand die Konzeption für das Buch legte und das Lebensbild erstellte. Dank an Frau Dr. Carin Gentner für die Erforschung der Hamburger Zeit Carl –van –der –Lindes. Dank an Simone van Nes,  die dafür sorgte, dass das Buch ein zeitgemäßes, ansprechendes Layout bekam!
Dank der Bevölkerung von Veldhausen, die die vielen verwahrten Fotos und Unterlagen zur Verfügung stellte.
Nur durch die gute Zusammenarbeit aller konnte ein Buch von so hoher Qualität entstehen.
Und, last not least, Dank der Sparkassenstiftung, der Stadt Neuenhaus sowie Ingrid und Hans-Joachim Naber für die Finanzierung des Projektes!

Etwas bewegt mich noch:
Carl –van –der- Linde hat 25 Jahre in Hamburg gelebt. Er kehrte 1909, also vor 100 Jahren in seine Heimat, die Grafschaft Bentheim zurück. Ist es nicht eine wunderbare Fügung, dass er ausgerechnet in Hamburg diese große Würdigung erhält? Und dann im Lichtwarksaal, wo doch Lichtwark ein Zeitgenosse von ihm war, den er vielleicht sogar gekannt hat?

Helga Vorrink

         

Programm der 12. Plattdeutschen Buchmesse am 6.11.2009

17.00 Uhr - 18.00 Uhr

         
         

Plattdeutscher Gottesdienst in der Krypta der Hauptkirche St. Michaelis

Eröffnungs-und Abschlußansprache: Herr Pastor Hartmut Dinse

Liturgie: Herr Pastor Dr. Bernd Andresen

Predigt: Herr Pastor Michelsen

Orgel: Manuel Gera

         
anschließend:
 

Eröffnung der 12. Plattdeutschen Buchmesse und feierliche Überreichung des Preises
"Plattdeutsches Buch des Jahres 2009"

 
Moderation Gerd Spiekermann, Autor und Redakteur NDR
 
Musik zum Empfang von Rolf Zuckowski mit Kindern der Lütt Finkwarder Speeldeel
         
     
         
Begrüßung durch Birte Toepfer, stellv. Vorstandsvorsitzende der Carl -Toepfer - Stiftung
         
         
Begrüßung durch Ole von Beust, der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
         
         
         

Laudatio auf die Preisträgerin/den Preisträger des Literaturpreises
"Plattdeutsches Buch des Jahres 2009"
des Instituts für niederdeutsche Sprache, Bremen und der Carl - Toepfer - Stiftung, Hamburg

Dr. Reinhard Goltz

         

 

Sehr geehrter Herr Börgermeister von Beust, verehrte Fro Toepfer, Herr Freundt, leve Lüüd.


Dat is ja jedes Maal en kiddelige Saak, wenn dat üm dat plattdüütsche Book vun dat Johr geiht. Wat schall dat för en Book ween?
Also eerstmal: dat mütt en Book ween, dat du geern in de Hand nimmst, wat goot antofaten is – un ok goot antokieken.
Un denn: Nummer twee: dat, wat dor binnen steiht, mütt passlich ween to de Verpackung.
Un ok dat noch: Dat schall nich blots en Hinkieker ween – nee, dat schall en Book ween, wo een seggt: Kiek an, dat is doch mal wat. Düt Book, dat is en Vörbild.
Tja, dat sünd uns Grundsätzen in de Jury, to de miene Kollegen Ulf-Thomas Lesle un Frerk Möller mit tohöört. Jedenfalls – so as meisttiets hett dat ok düt Johr wedder en Överraschung geven. De Ehren-Titel „Dat plattdüütsche Book 2009“ geiht nämlich an „Löö en Tieden“ vun Carl van der Linde.
Dree Sieden an düt Book will ik kott rutstellen. Carl van der Linde – den Mann kennt meist keeneen. He hett en ganze Tietlang in Hamborg leevt, man he kümmt ut de Grafschaft Bentheim. Un he is ok al 1930 dootbleven. Man wat wi in düt Book to sehn kriegt, dat is dat plattdüütsche Wark vun düssen Heimatdichter, allerbest inricht, to’n Lesen un Nee-Entdecken. En Warkutgaav, de een jeedeen Schrieversmann blots wünschen kann.
Man dat alleen langt noch nich. De twete Siet is: Siegfried Kessemeier, he is een vun de Rutgevers, hett en Levensbild schreven vun Carl van der Linde: en Bild vun en plattdüütschen Heimatdichter – un Juud. Noch an’n Anfang vun’t 20. Johrhunnert güng dat goot tohoop. Carl van der Linde ok as Exempel för en Kapitel ut de jüngere düütsche Geschicht, klook opschreven un allerbest to lesen.
Man ok dat langt noch nich. Op de drütte Siet steiht nu aver düt hier: Düsse Carl van der Linde, de hett ok wat mit uns Leven vun vundaag to doon. Los güng dat dormit, dat sik de School in Veldhausen en nee’en Naam geven wull. Un dor weer he mit mal op’n Disch: de Naam Carl van der Linde. Vele Schoolkinner hebbt denn tohoopdragen, wat se jichtens finnen kunnen. De Jungs un Deerns, de Schoolmesters, man ok de Börgerslüüd dor hebbt jümehr Heimatdichter nee entdeckt. Wat weer Heimat för em? Wat bedüdt Heimat för uns? Wat weer Plattdüütsch för em? Wat bedüdt Plattdüütsch för uns? Un so hett Carl van der Linde Projekten in de School mitbestimmt, hett de Minschen anreegt, sik mit jümehr Heimat ut’neentosetten. Un ok dat noch: dat Book „Löö en Tieden“ hebbt se glieks ok noch vun de School ut in’t Sülvstverlag rutgeven.
„Löö en Tieden“ – en Book dat mehr as een Geschicht vertellt. Rutgeven hebbt dat Siegfried Kessemeier un de Schoolleiterin Helga Vorrink – de hebbt dorför sorgt, dat dor en richtig godes Book vun worrn is.
Wat lehrt wi dorvun? – Dat is eben doch nich jümmers so, dat de Prophet in sien egen Land nix gellen deit. In de Grafschaft Bentheim is Carl van der Linde to’n Erfolgsgeschicht worrn. Un längst heet de School ok Carl-van-der-Linde-School.
Un steiht de Naam Carl van der Linde ok op dat plattdüütsche Book 2009 op. Uns Gratulatschoon geiht an
Helga Vorrink un Siegfried Kessemeier.

         
Überreichung des Preises durch Michael A. Freundt, Vorstandsvorsitzender der Carl - Toepfer - Stiftung
         
   
 
         
         
         
         
         
Dankesworte von Helga Vorrink
         
         
         
Frau Birte Töpfer, Ole von Beust und Michael A. Freundt freuen sich mit
         
         
Dankesworte von Dr. Siegfried Kessemeier
         
         
         
Helga Vorrink im Gespräch mit dem Laudator Dr. Reinhard Goltz
         
     
         
     
         

Stephanie Romboy und Stine Vrielmann, Schülerinnen der Carl-van-der-Linde Schule
freuen sich über die Anerkennung

         
         
Programm der 12. Plattdeutschen Buchmesse am 7.11.2009
         
Lichtwaarksaal der Carl - Toepfer - Stiftung
 
     

Folgende Autoren tragen vor:
Lichtwarksaal:

11.15 Uhr Finkwarder Speeldeel, - Finkwarder Speeldeel e. V.
12.00 Uhr Anneliese Braasch,      - MoinMoin- Verlag
13.00 Uhr Sandra Keck,  Ohnsorg-Theater, - Verlag Michael Jung
14.00 Uhr Helga Vorrink + Dr. Siegfried Kessemeier,  - Carl-van-der-Linde- Schule Veldhausen
15.00 Uhr Yared Dibaba,             - Quickborn Verlag
16.00 Uhr Hans-Peter Hahn +Peter Körner, - Hinstorff Verlag
17.00 Uhr Jan Graf - Plaggenhauer-Verlag

         
     
         
     
         
     
         
Programm der 12. Plattdeutschen Buchmesse am 8.11.2009
         

Folgende Autoren tragen vor:
Lichtwarksaal:

11.15 Uhr Lisa Lambers + Jaron Boll, Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen
12.00 Uhr Joachim Grabbe, Verlag Michael Jung
13.00 Uhr Dirk Römer, Quickborn Verlag
14.00 Uhr Walter Zelinski, "Hör mal´n beten to", Verlag Michael Jung
15.00 Uhr Hermann Bärthel, Quickborn Verlag
16.00 Uhr Helmut Vick, Isensee Verlag

         
         
     
         
     
         
     
         
         

Sündermatten.

„Sündermattmanns Vögeltien“
Singt nu wer de Kinder,
En de Aulen hört’t sick an,
Hebbt Pleseer nich minder.
„Sündermattmanns Vögeltien“
Hebbt ok wy is sungen,
En by unse Aulers all
Heff dat Leedtien klungen.

Men wat seh’k? Nen Fackelzug!
All’s Papier! ... My düchte,
Völle mojer lööt doch de
Mangelwottel-Lüchte.
Mangelwottel-Löchten sind,
Jammer ist’t, verdrewen,
Een Glück noch: dat aule Leed
Is bis nu to blewen. –
Völle heff de nye Tied
All van’t Aule stollen,
Aule Wiese, aule Oart
Muß sick, sull sick hollen!

                   v. d. L.

         
     
         
         
     
         
     
         
     
         

Presseberichte:

         

GN 07.11.2009

„Plattdeutsches Buch des Jahres“

Veldhauser gestern ausgezeichnet

mm Veldhausen/Hamburg.
Eine hohe Auszeichnung haben gestern Abend Vertreter der Carl-van-der-Linde-Schule und weitere Mitstreiter in Hamburg entgegengenommen. Zur Eröffnung der 12. Plattdeutschen Buchmesse in den Räumen der Hamburger Carl-Toepfer-Stiftung ist das Buch „Löö en Tieden“ über das Leben und das Werk des 1930 verstorbenen Heimatdichters Carl van der Linde als „Plattdeutsches Buch des Jahres“ ausgezeichnet worden. An dem Buch haben Schüler der Carl-van-der-Linde-Schule in Veldhausen aktiv mitgearbeitet. Herausgeber sind Helga Vorrink und Siegfried Kessemeier.

Um die Auszeichnung als „Plattdeutsches Buch des Jahres“ kann man sich nicht direkt bewerben, man kann aber hoffen, „entdeckt“ zu werden. Zur Begründung für die Auswahl des Buches aus Veldhausen schreibt das in Bremen ansässige Institut für niederdeutsche Sprache: „‘Löö en Tieden’ ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, welchen Ertrag die genaue Betrachtung von Heimat erbringen kann. Die Herausgeber Helga Vorrink und Siegfried Kessemeier beschränken sich allerdings nicht darauf, einen über die Grafschaft Bentheim hinaus wenig bekannten Autor vorzustellen, sondern sie legen eine Spur in die Gegenwart. Schüler und Bürger von Veldhausen fanden neue Zugänge zu Carl van der Linde: zu dem traditionsbewussten Heimatdichter jüdischen Glaubens“.

„Eine solche Werkausgabe, die durch ihre philologische wie gestalterische Sorgfalt besticht, kann man jedem Schriftsteller nur wünschen“, betont Reinhard Goltz vom Institut für niederdeutsche Sprache, der die Entscheidung der Jury im Rahmen einer Feierstunde aus Anlass der Eröffnung der 12. Plattdeutschen Buchmesse gestern Abend in Hamburg begründete.

Die 12. Plattdeutsche Buchmesse ist heute und morgen, jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr im Lichtwarksaal der Carl-Toepfer-Stiftung an der Neanderstraße 22 in Hamburg geöffnet. Die Organisatoren rechnen mit etwa 3000 Besuchern. Die diesjährige Sonderausstellung ist dem Thema „Plattdüütsch in den Kark“ gewidmet.

(ein ausführlicher Bericht über die Auszeichnung des Buches aus Veldhausen erscheint in der Montagsausgabe der GN)

         
GN 09.11.2009
         

„Kiek an, dat is doch mal wat“

„Löö en Tieden“ erhält die Auszeichnung „Plattdeutsches Buch des Jahres“

Besondere Auszeichnung für das Werk „Löö en Tieden“ über den 1930 verstorbenen Heimatdichter Carl van der Linde aus Veldhausen: Am Wochenende erhielt der Band im Rahmen der 12. Plattdeutschen Buchmesse in Hamburg die Auszeichnung „Plattdeutsches Buch des Jahres“.
gn Hamburg.
Mehr als 100 Neuerscheinungen standen zur Auswahl, doch am Ende entschieden sich die Jury des Bremer Instituts für niederdeutsche Sprache und die Carl-Toepfer-Stiftung in Hamburg für die 2008 veröffentlichte Werkausgabe des jüdischen Mundart-Autors Carl van der Linde aus Veldhausen.

Bei den Verantwortlichen des Buchprojektes war die Überraschung über die Auszeichnung groß: Helga Vorrink, Mitherausgeberin des preisgekrönten Bandes und Rektorin der Carl-van- der-Linde-Schule in Veldhausen: „Dieses Buch ist das Ergebnis einer langen Teamarbeit und zugleich ein wichtiges Dokument für unsere Schüler. Wir fühlen uns sehr geehrt.“

Zur Preisverleihung reiste sie in Begleitung des Mitherausgebers und Münsteraner Historikers Dr. Siegfried Kessemeier, der Buchgestalterin Simone van Nes und Schülerinnen aus Veldhausen an, die allesamt an der Entstehung des Buches maßgeblich beteiligt waren.

Den Stellenwert der Auszeichnung „Plattdeutsches Buch des Jahres“ zeigt ein Blick auf die Gästeliste, die nach einem Gottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis zu der Feierstunde geladen waren: Unter den 150 Personen fanden sich nicht nur Vertreter zahlreicher norddeutscher Verlage und Prominente wie der NDR-Redakteur für Niederdeutsch Gerd Spiekermann. Zur Eröffnung der Verleihung sprach der Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust. „Wer sich für die plattdeutsche Sprache engagiert, kümmert sich um Tradition und zeigt, wie wichtig es ist, das zu pflegen, was einem in die Wiege gelegt worden ist“, führte er in persönlichen Worten aus.

Mit Blick auf die Buchmesse und die Preisträger äußerte er: „Kaum etwas berührt den Menschen emotional so sehr wie die plattdeutsche Sprache. Ich wünsche mir, dass es gelingt, diese Sprache über Generationen weiter zu stärken und auch für junge Lüüd zugänglich zu machen.“

Im Anschluss sprach mit Reinhard Goltz vom Bremer Institut für niederdeutsche Sprache ein Mitglied der Jury über die Gründe, warum Carl van der Lindes Buch 2009 gewonnen hat: „Dat is en Book, wo en seggt: Kiek an, dat is doch mal wat“, erklärte er auf plattdeutsch. „Löö en Tieden“ sei ein beeindruckendes Beispiel dafür, welchen Ertrag die genaue Betrachtung von Heimat erbringen könne. Die Herausgeber haben sich nicht damit begnügt, das Werk eines eher wenig bekannten jüdischen Autors aus der Grafschaft Bentheim vorzustellen. „Sie legen eine Spur in die Gegenwart und finden neue Texte, Gedichte und Erzählungen. Und das alles recherchiert von Schülern und aktiv unterstützt von Bürgern aus Veldhausen“, so Goltz.

Auf der Urkunde, die den Preisträgern von Dr. Michael Freundt, dem Vorstand der Carl-Toepfer-Stiftung, überreicht wurde, ist ergänzend der wissenschaftliche Sachverstand in Verbindung mit der gelungenen optischen Aufmachung des Buches erwähnt: „Diese Edition besticht durch ihre philologische und gestalterische Sorgfalt.“

Die Freude über ein solches Maß an Anerkennung stand dann auch Helga Vorrink und Dr. Siegfried Kessemeier ins Gesicht geschrieben. „Ich bin überwältigt. Welch’ eine Ehre für unsere Schule“, so Helga Vorrink bei ihrer Dankesrede. Stellvertretend für alle am Buchprojekt beteiligten Hauptschüler nahmen Stine Vrielmann und Stephanie Romboy aus Veldhausen den anerkennenden Applaus des Publikums entgegen.

„Unsere Schüler haben das Buch möglich gemacht“, erklärte Helga Vorrink. „Wie Detektive sind sie in den Archiven tätig gewesen, haben ein Schuljahr lang Nachforschungen angestellt. Es war eine mühevolle, aufwändige und Konzentration erfordernde Arbeit. Doch die Jugendlichen konnten sich für diese Aufgabe begeistern, denn sie identifizieren sich sehr stark mit der Carl-van-der-Linde-Schule. Sie wollten genau wissen, wer der Namensgeber unserer Schule war. Ich bin stolz, dass ich solche Schüler habe“, lobte sie.

Helga Vorrink unterstrich den Anteil, den Dr. Siegfried Kessemeier an dem Buch habe: „Seine Kompetenz als Historiker hat das Material aus dieser Teamarbeit zu einem wunderbaren Ganzen gefügt.“ Auch hob sie die Leistung der Nordhorner Buchgestalterin Simone van Nes hervor, die „mit dem nötigen Fingerspitzengefühl ein modernes, hochwertiges Produkt“ geschaffen habe.
         
GN 13.11.2009
         

 

Auf Carl van der Lindes Spuren

Ehemalige Schüler aus Veldhausen lesen auf plattdeutscher Buchmesse

Lisa Lambers und Jaron Boll trugen am Sonntag mehrere Gedichte und Erzählungen des Veldhauser Heimatdichters vor, der von 1884 bis 1911 als Schriftsetzer in der Hansestadt gearbeitet hatte. Die Biographie „Löö en Tieden“ über Leben und Werk van der Lindes war am Freitag als „Plattdeutsches Buch des Jahres“ ausgezeichnet worden (die GN berichteten).

 

da Hamburg/Veldhausen. Am Sonntag hieß es für Jaron Boll und Lisa Lambers früh aufstehen und auf nach Hamburg. Begleitet wurden sie von ihren Eltern und der Lehrerin Fenna Monske. Sie leitet die Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaft an der Carl-van-der-Linde-Schule.

Beide Schüler hatten bereits einige Erfahrungen mit plattdeutschen Lesungen gesammelt. Unter anderem nahmen sie am plattdeutschen Vorlesewettbewerb sowie an verschiedenen Veranstaltungen in der Grafschaft teil und besprachen eine CD.

Die Aufregung der beiden Schüler stieg, als sie neben dem Eingang zum Lichtwarksaal der Carl-Toepfer-Stiftung auf einer Tafel mit dem Tagesprogramm ihre Namen entdeckten.

ach der freundlichen Begrüßung durch die Leiterin der Geschäftsstelle der Carl-Toepfer-Stiftung begann die Lesung. Auf dem Rednerpult standen zwei Rübenlaternen, mitgebracht und gestaltet von Jarons Mutter. Die Laternen standen dort nicht ohne Grund: Sie stellten den Bezug zum Gedicht „Sündermatten“ her, das Jaron Boll neben dem Gedicht „Harwst“ vortrug.

Als nächste las Lisa Lambers „Moj is dat Groafschupper Land“, „Unse aule Platt”, „By Bollenkamps up Visite” und „Wat was’t west” – alles Gedichte von Carl van der Linde aus dem Buch „Löö en Tieden“. Für ihren Vortrag erntete sie viel Beifall und Bewunderung von den Anwesenden.

Als Dankeschön gab es für beide Schüler ein Buchpräsent. Mehrmals sprachen Besucher der plattdeutschen Büchermesse die beiden Veldhauser an und fragten sie nach der korrekten Aussprache und der Bedeutung plattdeutscher Wörter.

Bei der anschließenden Besichtigung der plattdeutschen Bibliothek stießen Jaron Boll und Lisa Boll auf ein kleines Heftchen mit Gedichten von Carl van der Linde aus dem Jahre 1964. Ein wenig erschöpft, aber mit vielen guten Eindrücken erreichten sie am Abend wieder die Grafschaft.

         
         
Grafschafter Wochenblatt Mittwoch 19. November 2009
         

Preisverleihung in Hamburg erfolgt
„Löö en Tieden" Buch des Jahres
GW   Hamburg/Veldhausen
(am). Ein spannendes Wochenende erlebten Schüler und Lehrer der Carl van der Linde-Schule sowie weitere am Buchprojekt „Löö en Tieden" beteiligte Personen vor kur­zem in Hamburg. Grund war die Auszeichnung des Buches mit Werken des Veldhauser Autors Carl van der Linde als „Plattdeutsches Buch des Jahres 2009" durch die Carl Töpfer-Stiftung. Sie erfolgte im Rahmen der 12.
Plattdeutschen Buchmesse im Lichtwarksaal im Beisein von Ole von Beust, erster Bürgermeister der Freien und Hanse-Stadt Hamburg. Die Leiterin der Carl van der Linde-Schule, Helga Vorrink, die das Buchprojekt maßgeblich mitgeprägt hat, bezeichnete es in ihrer Rede als eine große Ehre, im Beisein von so viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Medien, die Auszeichnung zu bekommen. Wie sie weiter sagte, war es
ein Ziel des Buches, Leben und Werk Carl van der Lindes für jetzige und künftige Schülergenerationen sowie für die Grafschaft insgesamt zu dokumentieren. Darüber hinaus wolle man Carl van der Linde über die Grafschaft hinaus bekannt machen. Dieses Ziel, so Vorrink äußerst zufrieden, sei mit der Auszeichnung erreicht. Abschließend dankte sie allen, die am Projekt beteiligt waren, für ihr Engagement. Namentlich nannte sie ihr Schüler,die Historiker Dr. Kessemeier und Carin Gentner, die Grafikerin Simone van Nes, die Sparkassenstiftung sowie Ingrid und Hans-Joachim Naber. In der plattdeutsch gehaltenen-Laudatio von Dr. Reinhold Goltz vom Institut für niederdeutsche Sprache, Bremen und der Carl Toepfer-Stiftung, Hamburg heißt es unter anderem: „Löö en Tieden" - en Book dat mehr as een Geschieht verteilt. Rutgeven hebbt dat Siegfried Kessemeier und de Scholleiterin Helga Vorrink - de hebbt dorför sorgt, dat dor en richtig godes Book vun worrn is. Wat lehrt wi dorvun? - Dat is eben doch nich jümmers so, dat de Prophet in sien egen Land nix gellen deit. In der Grafschaft Bentheim is Carl van der Linde to'n Erfolgs-geschicht worrn. Un längst heet de School qk Carl van der Lin-de-School. Un steiht de Naam Carl van der Linde ok op dat plattdüütsche Book 2009 op. Uns Gratulatschion geiht an Helga Vorrink und Siegfried Kessemeier."
Am Sonntag hieß es dann früh aufstehen für Jaron Boll und Lisa Lambers, ehemalige Schüler der Carl van der Linde-Schule. Sie sollten aus dem Carl van der. Linde-Buch vorlesen. Beide haben schon Erfahrungen mit plattdeutschen Lesungen (plattdeutscher Vorlesewettbewerb, Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen vor Ort und eine CD-Aufnahme) gesammelt. Begleitet wurden sie von ihren Eltern und Fenna Monske, z­ständig für die Plattdeutsch AG an der Schule.
Die Ankunft erfolgte bei herrlichem Herbstwetter. Vor dem Gebäude stand eine Tafel mit dem Tagesprogramm. Die Aufregung der Schüler stieg, als sie ihre Namen dort entdeckten.
Um 11.15 Uhr begann die Lesung.
Auf dem Rednerpult standen zwei Rübenlaternen, mitgebracht und gestaltet von Frau Boll, der Mutter von Jaron. Die Laternen standen dort nicht ohne Grund, sie stellten den Bezug zum Gedicht „Sündermatten" her, das Jaron Boll neben „Harwst" vortrug. Als Nächste las Lisa Lambers „Moj ist dat Groafschupper Land", „Unse aule Platt", „By Bollenkamps up Visite" und „Wat was'twest". Dafür gab es viel Beifall und Bewunderung von den Anwesenden. Als Dankeschön gab es ein Buchpräsent. Mehrfach wurden Jaron Boll und Lisa Lambers von Messebesuchern angesprochen und nach Wörtern, deren Bedeutung und Aussprache gefragt.
An die Lesung schloss sich eine Besichtigung der Plattdeutschen Buchmesse und der Plattdeutschen Bibliothek im Gebäude der Carl Toepfer-Stiftung an. Unter den vielen Exponaten befand sich auch ein kleines Heftchen mit Gedichten von Carl van der Linde aus dem Jahre 1964. Ein wenig erschöpft, aber mit vielen interessanten Eindrücken erreichten die Grafschafter am Abend wieder ihre Heimat.

 
Unser Fotos zeigen Schulleiterin Helga Vorrink und den Historiker Dr. Kessemeier bei der Auszeichnung durch Michael A. Freundt, Vorstandsvorsitzender der Carl Toepfer-Stiftung sowie Lisa Lambers und Jaron Boll bei ihrem plattdeutschen Lesebeitrag
         
         
         
 
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